Mai
6
2010
Adobe vs. Apple: Der Streit könnte nun zu einem Kartellverfahren in Amerika führen
Der Streit zwischen Adobe und Apple könnte nun in einem Kartellverfahren durch die Behörden in Amerika gegen Apple enden. Adobe, der Konzern mit einem breiten Angebot an Freeware und Software, befindet sich bereits seit einiger Zeit im Streit mit dem Computerkonzern Apple, dem Hersteller von iPhone und iPad.
Nun hat Adobe bei den Behörden in den USA Beschwerde gegen Apple eingelegt, nachdem der Streit immer mehr zu eskalieren drohte. Ursache dafür war die öffentlich scharfe Kritik des iPhone und iPad Herstellers Apple an der Adobe Software. Steve Jobs, der Chef von Apple, bezeichnete die Adobe Software als veraltet, Energie fressend und für ein Handy mit Touchscreen, wie das iPhone oder für Tablets wie das iPad, als nicht geeignet.
Dabei wird die Freeware und Software von Adobe sehr häufig für Webseiten genutzt. Speziell der Adobe Flash Player kommt bei vielen Internetseiten mit multimedialem Content zum Einsatz. Zum Beispiel wird für Video-Clips und viele Online Games der Adobe Flash Player benötigt. Sowohl die weltweit im Einsatz befindliche Freeware Adobe Flash und weitere Anwendungen werden für das iPhone und iPad von Apple nicht mehr zugelassen.
Die aktuelle Beschwerde von Adobe über Apple bei den Behörden in Amerika könnte zudem auch im Hinblick auf Wettbewerbsbehinderung zum Kartellverfahren gegen den Computerkonzern führen. Aufgrund der strikten Begrenzung zur Entwicklung der Apps für das iPhone und iPad seitens Apple und der Möglichkeit, durch die Richtlinien eine gezielte Platzierung von Werbeanzeigen zu verhindern, könnte sich der Computerkonzern einen Vorteil für seinen eigenen Anzeigenservice iAd verschaffen.
Ob aus der Beschwerde von Adobe über Apple bei den Behörden in Amerika tatsächlich ein Kartellverfahren resultiert, ist aktuell jedoch noch völlig unklar. Medienberichten zufolge sollen die Handelsbehörde FTC und das Justizministerium der USA aktuell die Zuständigkeit abklären.